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2004-03-24 - 15:54 - Auf Seniorenhöhe

Langzeitleser wissen, daß ich seit etwa drei Jahren auf einer Matratze schlafe, weil ich absolut unfähig war, mich nach meinem Umzug für ein neues Bett zu entscheiden. Will ich Holz oder Metall, altmodisch oder ganz modern, mit Himmel oder ohne? Und wäre es nicht charmant, wenn es zu dem Schild an meiner Schlafzimmertür passen würde (das übrigens nicht auf meinem überkandidelten Mist gewachsen ist, sondern als Weihnachtsgeschenk von Maximilian kam; mein Freund Valentin kann sich also seine angewiderten Kommentare im Gästebuch sparen).

divenhome.jpg

Eigentlich wußte ich nur eins ganz genau: Ich wollte keines von diesen Betten, in denen man nur knapp über dem Fußboden liegt. Da aber genau das die neue deutsche Standardliegehöhe zu sein scheint, schieden fast alle Modelle von vornherein aus. Ich will ein Bett, aus dem ich die Beine wirklich baumeln lassen kann. Ich will dieses selige Sonntagmorgen-Kindergefühl beim Aufstehen haben.

Als ich das der netten Frau im letzten Bettenladen erklärte, sagte sie mir, daß ich da nach einem Bett mit "Seniorenhöhe" suchen müsse. Da ich aber nicht gewillt war, mein Bett im Sanitätshaus neben der Abteilung mit den Stützstrümpfen zu kaufen, sah ich mich schon bis zu meiner Einweisung ins Altersheim auf einer Matratze liegen.

Aber letzte Woche hatte ich dann plötzlich im Schaufenster eines kleinen Ladens die ideale Lösung vor Augen. Laut Aushang ein Bett im "Kolonialstil" aus Indonesien. Aus Massivholz, mit Himmel und vor allem auf Seniorenhöhe. Beim Sitztest kamen meine Füße nicht mal in die Nähe des Bodens und die Beine baumelten fröhlich in bester Kindermanier. Meinetwegen hätten sie mich gleich samt Bett nach Hause transportieren können.

Die Pracht hatte nur einen kleinen Haken: ein "Reserviert"-Schild am Fußende. Aber just in dem Moment, als ich bereit war bittere Kinderkullertränen zu vergießen, tauchte eine freundliche Frau auf und entfernte das Schild. Ein ganz eindeutiges Zeichen, das Bett und ich waren füreinander bestimmt. Und nachdem ich mich drei Jahre lang vor der Entscheidung gedrückt hatte, ging alles ganz schnell. Letzten Mittwoch gekauft, gestern 17 Uhr geliefert und um 18 Uhr sah es dann schon so aus:

Kolonialbett.jpg

Und um noch von etwas anderem zu reden als von meinem großartigen neuen Bett, das ich für die nächsten Wochen auch gleich zu meinem Arbeitsplatz erkoren habe, ein kurzer Hinweis auf meinen großartigen Hund und seine 2 minutes of internet fame, der dpa sei Dank.

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