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2004-11-02 - 19:25 - Vom Design- zum Sexblog

Ich hätte nie damit gerechnet, aber ich bin tatsächlich bei den Bobs nominiert. Noch viel weniger hätte ich allerdings damit gerechnet, ausgerechnet für einen Design-Preis nominiert zu werden. Natürlich mag ich mein Design, sonst würde ich die gehässigen Äußerungen über meine Farbwahl nicht so gelassen hinnehmen, sondern hätte längst jemanden um ein neues Design angebettelt.

Aber es gibt jede Menge Blogs da draußen, die weitaus cooler und professioneller gestaltet sind als meins. Echte Hochglanzmagazine unter den Blogs. Nur ist von denen keins nominiert. Ich freue mich natürlich trotzdem wieder mal über jede Stimme, verstehen werde ich die geheimnisvolle Systematik dahinter allerdings nicht.

Noch viel unverständlicher ist jedoch ein Artikel in der heutigen Hamburger Morgenpost. Darin wird behauptet, ich würde ein Sextagebuch führen, und es finden sich heitere Sätze wie dieser hier: "Donna", "Hausfrau Anna" oder "Lyssa" berichten freizügig von ihren erotischen Erlebnissen.

Ich berichte hier sicher häufiger über reichlich dubiose Erlebnisse, aber an aktuellere erotische Schilderungen kann ich mich nicht erinnern (fast hätte ich behauptet, ich könnte mich nicht mal mehr an erotische Erlebnisse erinnern, aber das wäre gelogen und hieße, die Party letzten Samstag zu unterschlagen). Die Safari hatte zwar kopulierende Nackte zum Inhalt, aber sonderlich erotisch war das nicht.

Bevor Ihr jetzt aber enttäuscht weiterwandert, liebe fehlgeleitete Mopo-Leser, werft halt einen Blick ins Stadtgeflysster. Das hat schon irgendwie mit Sex zu tun und ist auch aus hauseigener Fertigung. Falls Ihr aber doch mein Blog durchforsten mögt, seid Ihr mir sehr willkommen. Eine Warnung allerdings vorab: Die Begriffe, die Ihr links ins Suchfeld eingebt, werden zu meinem Privatvergnügen geloggt.

Ja, das gilt auch für den vermutlich Mopo-lesenden Frühaufsteher heute morgen, der verzweifelt nach „Lyssa hat Sex“ und „Lyssa nackt“ suchte. Und die Traumfrau, die kürzlich in einem Hamburger Museum in ein überdimensionales Sektglas stieg, heißt Dita von Teese, nicht etwa „Dite“ oder „Titta“. Die Frage, ob belledejour echt ist oder nicht, kann ich auch nicht beantworten, ganz egal wie oft Ihr hier „belle echt“ eingebt. Nur mal so am Rand bemerkt.

Dafür weiß ich, wie die Antwort auf „What is the capitol of Germany“ lautet. Aber ich wüßte gern, warum jemand hier nach „Hauswurst“ oder „Gurkensandwiches“ sucht. Hat das was mit der „Übernachtung gesucht“ zu tun? Oder mit „Böses in Niedersachsen“? Ach, Ihr seid mir ein Rätsel, liebe Leser.

Ganz ähnlich verhält es sich mit den Google-Nutzern, die gerne mal über „Chloroform Sex“ oder „Netzbeschmutzer“ in mein Blog stolpern. Ich fürchte, auch sie werden enttäuscht wieder gehen, denn ich kann die Frage „Kinder kriegen ja/nein“ ebenso nur für mich beantworten wie auch „was bedeutet Frau zu sein“. Und ich weiß leider auch nicht, ob „Angela Merkel pervers“ ist.

Aber vielleicht erklärt mir mal jemand, warum man nach „Frauen lassen Ballons platzen“ oder „ein Mann unter meinem Hintern“ sucht. Obwohl ... will ich das wirklich wissen?

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