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2005-05-04 - 17:06 - Lieber Spiegel ... Gruß von der Seifenoper

Lieber Spiegel, ich finde es wirklich charmant, wie Du die Geschichte um Malcolms „Wir sind Papst“-Aktion und das von der Bildzeitung zur Eigen-PR zweckentfremdete Foto aufgegriffen hast. Besonders gefallen hat mir dieser Satz:

„Darüberhinaus zeugt der Vorgang insgesamt von einer merkwürdigen Gedankenlosigkeit, die gegenüber dem noch recht neuen Medium der Weblogs oft noch vorzuherrschen scheint.“

Ich gehe also frohgemut davon aus, daß Du viel dazugelernt hast in den letzten Monaten was Weblogs und auch Fotos angeht. Als nämlich am 10. Januar schon sehr früh morgens mein Telefon wie verrückt klingelte und mir gleich mehrere Menschen atemlos berichteten, sie hätten mein Bild im Spiegel gesehen, war ich schon ein wenig erstaunt. Nicht unglücklich, keineswegs, schließlich ist der Spiegel trotz des im Netz so beliebten SpOn-Bashings nicht die Bildzeitung, aber eben etwas erstaunt. Da war doch tatsächlich ein Screenshot mit meinem Foto und Textauszügen von mir (übrigens nicht mal aus dem Blog, aber was macht das schon) groß in Eurem Heft, und ich wußte von nix. Ich bin mir ziemlich sicher, daß Ihr eine ebenfalls abgebildete bekannte Autorin vorher freundlich um ein Bild gebeten habt, aber die bloggt ja auch nicht nur so vor sich hin.

Aber hey, alles kein Problem, Ihr seid bestimmt ein netter Haufen, und im Gegensatz zum neuen Bild-Starlet war die Resonanz in meinem Umfeld ganz bestimmt nicht „verheerend“. Das liegt natürlich auch daran, daß bei mir nichts von einem „blonden Papst-Gruß“ zu lesen war, was bei einer brünetten Protestantin auch sonderbar gewesen wäre, und ich mich nicht als „Blondchen verunglimpft“ fühlen mußte. Statt dessen habt Ihr mein Blog in den Stand einer „Internet-Plattform“ erhoben und behauptet, es ginge bei mir schon mal zu wie in einer „täglichen Seifenoper“ (der nächste Journalist, der diesen unglücklichen Vergleich bringt, muß mich zum Abendessen einladen und bekommt eine Gastrolle).

Ein wenig bedauerlich fand ich nur, daß Euch das Bild nicht mal einen Link wert war. Auf Nachfrage schriebt Ihr dann was von internen Schwierigkeiten, die Online-Abteilung könne in Printartikel nicht einfach so nachträglich verändernd eingreifen und Links einfügen. Aber selbst das kann ich irgendwie verstehen, schließlich hat mein Umfeld auch gelegentlich unter meinen internen Schwierigkeiten zu leiden. Und vielleicht klappt das mit dem Link beim nächsten Mal, wo Ihr doch jetzt dazugelernt habt.

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