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2005-08-25 - 23:39 - Künftig lieber spucken statt schlucken

Der heutige Eintrag widmet sich den besonders unangenehmen Seiten der Tierhaltung, genauer gesagt der Ausscheidung von Unverdaulichem und ist für Menschen mit zartem Gemüt oder sensiblem Verdauungstrakt nicht geeignet. Empfindliche Naturen sollten genau jetzt aufhören zu lesen und lieber morgen wieder vorbeischauen. Vermutlich sollte ich über derartige Dinge besser schweigen, aber wenn ich das nicht sofort loswerde, drohe ich zu platzen. Und im Vergleich zu den detailverliebten Verdauungsproblemanalysen von Dooce ist das hier ein Klacks. Aber sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt. Auf geht’s:


Der Hund hatte mir schon zwei Tage Sorgen bereitet, weil sein sonst unermüdlich arbeitendes Verdauungssystem die Absonderung von Resten verweigerte. Als er sich endlich hinhockte, streifte ich erwartungsvoll die typische schwarze Plastiktüte wie einen Handschuh über und wartete. Und wartete. Und wartete. Der Hund wartete nicht ganz so gelassen und guckte schließlich unglücklich, weil ihm ein kleiner Knubbel aus dem Hintern hing. Mir blieb nicht anderes übrig, als gequält zu seufzen und mit der Tüte über der Hand beherzt zuzugreifen. Momente, die jeder Hundehalter haßt. Warum macht der Hund so was eigentlich prinzipiell nur am hellichten Tag auf belebten Straßen?

Das geplagte Tier erschrak über meine Aktivität an seinem Hinterteil und machte einen riesigen Satz nach vorn. Da hatte ich jedoch bereits den ominösen Knubbel in der Hand. Ich zog also in die eine, der Hund in die andere Richtung und plötzlich verband uns ein langes, dehnbares Band, das direkt von seinem Hinterteil zu meiner Plastiktütenhand führte und verdächtig nach Kaugummi aussah. „Oh“, sagte das kleine Mädchen neben mir und versteckte sich hinter seiner Mutter, deren Mund ein großes, tonloses O formte. Ich zog probehalber noch ein wenig, bis das Band zwischen uns recht dünn und etwa einen Meter lang war.

Über ein gedankliches „Oh“ war ich noch nicht hinausgekommen, als der riesige Kaugummiklumpen am anderen Ende des Bandes seinen temporären Wirt verließ und als Miniaturgeschoß in meine Tütenhand knallte. Keine Ahnung, wo der Hund das Zeug, mindestens eine Familienpackung Hubba Bubba, gefunden hat. Ich weiß nur, daß ich das Haus künftig nicht mehr ohne Baseball-Handschuh verlasse. Mike Piazza, here I come.

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