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2006-05-29 - 23:51 - Die Rallye Hamburg - Shanghai oder: Lyssa mit dem Porsche in der Mongolei

Pünktlich um zwölf Uhr startete heute mittag die Oldtimer-Rallye Hamburg-Shanghai vom Hamburger Rathausmarkt – in strömendem Regen, wie es sich für Hamburg gehört, damit die Teilnehmer sich auch so richtig schön auf die Wüste Gobi freuen können. 42 Autos und Motorräder (!) wollen die 12.086 Kilometer bis Shanghai in 67 Tagen hinter sich bringen. Die Autos sind dabei so unterschiedlich wie die Teilnehmer, von relativ jung und rasant bis ziemlich alt und sehr gediegen ist alles dabei. Sowohl den Fahrern als auch ihren Maschinen stehen allerdings Fachkräfte für Erste Hilfe vor Ort zur Verfügung.

HH-Shanghai2k.jpg


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Ich hoffe, daß das Logbuch von Jens Richter, der selbst mitfährt, unterwegs üppig gefüllt wird. Die Strecke führt über Polen, die baltischen Staaten und quer durch Rußland, dann durch die Mongolei und schließlich über Peking nach Shanghai.

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Wenn nicht noch irgend etwas ganz furchtbar schief läuft, werde ich Mitte Juli entweder an der russisch-mongolischen Grenze oder in Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei, dazustoßen und ein paar Tage in diesem Auto durch die Wüste Gobi bis irgendwo an die chinesische Grenze (Zaamiin Uud / Erenhot) mitfahren:

HH-Shanghai1k.jpg

Allein die Reisevorbereitungen gestalten sich schon recht abenteuerlich. Weil sich erst gestern endgültig herausstellte, daß mein verwegener Plan tatsächlich beste Chancen hat Realität zu werden, kann ich mich auch erst seit heute um die logistischen Details kümmern. Ich werde genau zum Naadam-Fest, dem mongolischen Nationalfest, in Ulaanbaatar sein (das Fest wird übrigens von Wettkämpfen im Ringen, Reiten und Bogenschießen gekennzeichnet, so daß ich quasi von einem sportlichen Großereignis zum nächsten reise). Natürlich bin ich nicht alleine dort, sondern zusammen mit der halben Bevölkerung der Mongolei und etlichen ausländischen Staatsgästen, was leider bedeutet, daß Flüge direkt nach Ulaanbaatar seit Wochen voll besetzt sind.

Ich werde also vermutlich nur bis Irkutsk oder Ulan Ude fliegen und dort zur Rallye stoßen oder aber das Stück bis Ulaanbaatar mit dem Zug zurücklegen. Weil mir leider die Zeit fehlt, die Rallye bis Shanghai zu begleiten, gestaltet sich auch der Rückweg ein wenig kompliziert. Von der chinesischen Grenze, wo ich nach jetziger Planung wieder aussteige, muß ich irgendwie zu einem Flughafen kommen – also entweder mit einem Zug, der zwei Mal pro Woche fährt, zurück nach Ulaanbaatar oder weiter bis Peking. Der Reiseveranstalter, den ich heute telefonisch um Hilfe bat, erklärte mir, das sei alles machbar, sofern ich kein Problem damit hätte, anderthalb Tage in einem sehr vollen, alten Zug zu verbringen. Ich möge nur bitte darauf achten, zusammen mit meinen Sitznachbarn nicht allzu ausgiebig dem Alkohol zuzusprechen, das wäre wohl nicht sehr bekömmlich. Es bleibt also spannend. (Fast hätte ich geschrieben, daß ich mich wie verrückt freue, endlich mal wieder in ein Land zu reisen, in dem Bahnfahren noch ein echtes Abenteuer ist, aber dann fiel mir die Rückreise von München wieder ein.)

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