Nachdem ich ja schon kürzlich berichtet hatte, daß immer mehr Liebhaber unsittlicher Aktivitäten mit unseren kaniden Freunden (ha, take that, Google) via Suchmaschinen auf meinen Seiten landen, scheint es wieder an der Zeit für einen Blick in meine stets erheiternden und erstaunlichen Referrer-Statistiken.
Dabei drängt sich wieder mal der Eindruck auf, daß ich entweder falsche Schwerpunkte setze oder einfach gelegentlich zu unvorsichtig in meiner Wortwahl bin. Zumindest besteht der Teil meiner Leserschaft, der über Google bei mir landet, überwiegend aus Menschen mit entweder recht sonderbaren Vorlieben oder aber einem ziemlich abwegigen Informationsbedürfnis.
Suchbegriffe wie "Penis Fremdsprachen" (ich könnte da weiterhelfen, aber meine gute Kinderstube verbietet es mir, meinen englischen Wortschatz ausgerechnet an diesem Beispiel unter Beweis zu stellen), "Silikonbrüste für den Mann" oder "böse Pornographie" gehören fast schon zur Norm. Und über Dinge wie "Kunstblut" oder "Attentat auf Sissi" freue ich mich direkt.
Ins Grübeln kam ich erst, als ich feststellen mußte, daß ich der erste Hit bei "dann pinkelte sie mir" (was soll das denn werden?) und auch bei "Foltergeräte Sex" bin (und dabei habe ich bislang noch nicht mal darüber berichtet, wie der vierjährige Sohn meiner besten Freundin kürzlich Mamas Handschellen im Schlafzimmer fand und heimlich mit in den Kindergarten nahm). Und unter Garantie wird man auf meinen Seiten niemals "meine Mutter in Gummi" sehen. Sollte sie nämlich je derart gewandet durchs Haus laufen, möchte ich das lieber nicht mitbekommen. Mir reichen die Gespräche meiner Eltern beim Frühstück.
Bedenklich ist vermutlich auch, daß die kriminelle Energie meiner Leser beständig zunimmt. Erst sucht jemand (natürlich aus den Niederlanden) nach "Sex + Koks" und kurz darauf nach der Antwort auf die Frage "wie baue ich Hanf im Zimmer an". Dann will schließlich ein anderer seiner "Freundin den Knöchel brechen" und muß wohl kurz darauf resigniert feststellen: "Ich bin straffällig geworden." Da bleibt nur zu hoffen, daß er zumindest in punkto "lesbischer Sex im Knast" nicht enttäuscht wird.
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