Von wegen „mach dir noch ein paar richtig schöne Tage in Hamburg.“ Diese Tage „dazwischen“ sind furchtbar. Ich sitze inmitten von halb gepackten Kisten und Koffern (auch ein halber Umzug macht irgendwie ganze Arbeit) auf dem Fußboden, das neue Muse-Album läuft im Dauerbetrieb abwechselnd mit „Anthony & the Johnsons“, Taschentücher immer in Griffweite. Ich bin weder richtig hier noch dort und in Gedanken sowieso ständig unterwegs, vor allem nachts.
Wenn ich nicht grad telefoniere, um die ersten Termine für nächste Woche zu koordinieren, dann mache ich irgend etwas zum „allerletzten“ Mal – was natürlich teilweise Unsinn ist, weil ich schon am nächsten Wochenende zum CSD wieder in Hamburg sein werde. Aber ich werde in absehbarer Zeit nicht mehr mittags die Füße von Bodos Bootsteg ins Wasser baumeln lassen und mir einen Milchkaffee zur Zeitung bestellen, nicht mehr regelmäßig mit dem Hund um die Alster traben und dabei zufällig Herrn kid treffen, nicht mehr mit Merlix auf der Treppe vorm Haus sitzen und Beulen in den Alltag schlagen, nicht mehr Undine zu einem späten Frühstück treffen und über komplizierte Beziehungen diskutieren usw.
Es gibt natürlich auch einige Aspekte der Freiberuflichkeit, die ich ganz bestimmt nicht vermissen werde und zum Glück jede Menge Dinge, auf die ich mich sehr freue im Ruhrpott und vor allem bei der WAZ. Aber noch bin ich eben nicht da, sondern irgendwo im Niemandsland dazwischen. Und das Niemandsland ist ein verdammt ungemütlicher Ort, stelle ich grad fest.

Wer übrigens gleich mal Hallo sagen möchte, noch bevor die Kisten so richtig ausgepackt sind, hat gleich am Sonntag die Gelegenheit dazu. Einige freundliche einheimische Blogger rufen zum „Lyssa back in WAT“-Kaffeetrinken um 17 Uhr auf. Das findet zwar in Bochum und nicht in Wattenscheid statt, aber ich freue mich so oder so sehr über einen ersten Blogger-Kaffee in der neuen alten Heimat. Wer dazu kommen möchte, wird gebeten, sich kurz unter meetlyssa@50hz.de anzumelden, damit ausreichend Stühle vorhanden sind. Es dürfte zu warm zum Stapeln werden.
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